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Kindergarten

Integrative Kindertageseinrichtung

Im ersten Stock des Schulkindergartens, in dem zuvor schon eine städtische Kindergartengruppe beherbergt war und mit den Gruppen des Sonderkindergartens kooperierte, besteht seit September 2009 eine integrative Kindertagesstätte, die die Lebenshilfe Reutlingen zusammen mit der Kbf Mössingen und der Stadt Reutlingen betreibt.

Unter dem Leitsatz "So viel gemeinsam wie möglich, so viel individuelle Förderung für alle Kinder wie nötig" spielen und lernen hier insgesamt zehn Kinder, bei denen Assistenzbedarf bzw. eine Behinderung diagnostiziert wurde, und zwanzig Kinder ohne eine solche Diagnose in integrativen Gruppen (im Verhältnis 1:2).

Hier werden von einem interdisziplinären Team einerseits der Orientierungsplan zur Beobachtung und Förderung der Kinder in Regelkindergärten (z.B. mittels „Lerngeschichten“), andererseits individuelle Förderpläne für Kinder mit Unterstützungsbedarf geschrieben und umgesetzt.  

Der Tages- und Wochenablauf ist rhythmisiert, auf Rituale und gestische Begleitung des Sprechens etwa bei Singkreisen und gemeinsamen Essen wird großen Wert gelegt. Es gibt Projektangebote und Interessensräume, an denen das Miteinander ungezwungen zustande kommt: in der Bauecke, im Malatelier, im Rollenspielzimmer, in der Schmöker- und Puzzleecke, im großzügigen Ess- und Kochraum, ebenso im Turnraum, im Toberaum und im wunderschönen Garten.

In einem Ruhezimmer besteht die Möglichkeit zu einem Mittagsschlaf oder einer Flüsterstunde.
Im Vergleich zum Sonderkindergarten gehören in den oberen Räumen mehr und offenere Freispielphasen zum Tagesablauf. Daneben werden gezielt Angebote für Kinder eines Entwicklungsalters gemacht.

Zu Kindern mit zusätzlichem Förderbedarf kommen wöchentlich Fachkräfte von den verschiedenen Frühförderstellen. Reittherapie und Schwimmen werden angeboten. Außerdem ist es möglich, Logopädie, Ergotherapie oder Physiotherapie wahrzunehmen.

In der integrativen Kindertagesstätte gibt es nicht das eine Kind, das irgendwie anders ist, sondern lauter „verschieden bunte“ Kinder - jedes einzelne mit unterschiedlichen Stärken, Möglichkeiten und Grenzen.

Aufkommende Fragen zur Verschiedenheit der Kinder können thematisiert werden. Sich gegenseitig helfen und achten wird erlebt.

Die äußeren Rahmenbedingungen (Betreuungszeiten, Mahlzeiten, Bustouren, Schließtage) gestalten sich genauso wie für den Sonderkindergarten.